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Batterie im Winter

Da hat man mühsam am frostigen Morgen die Scheiben freigekratzt, steigt ins Auto, dreht den Schlüssel und – nichts. Nur noch ein müdes Grunzen vom Anlasser, aber der Motor bleibt stumm. Diagnose: Batterie leer.

Doch warum passiert das so oft im Winter? Ganz einfach: Je kälter, desto weniger Strom kann die Batterie liefern. Weil die chemischen Reaktionen in ihrem Innern langsamer ablaufen. Gleichzeitig benötigt ein eiskalter Motor aber mehr Kraft zum Anspringen, die der Anlasser aufbringen muss. Und irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem der Strombedarf des Starters die Leistung der Batterie übersteigt.

 

Die meisten Fahrzeuge sind dafür ausgelegt, auch bei minus 25 Grad zuverlässig anzuspringen. Aber nur, wenn die Batterie einigermaßen vollgeladen ist. Zwar hat sich dessen Leistung in den letzten Jahrzehnten rundweg verdoppelt, Anzahl und „Appetit“ der Verbraucher aber auch.

Neben einer beheizbaren Heckscheibe sorgt auch ihr vorderes Pendant für das Abtauen. Dazu kommen die Außenspiegel und Scheibenwaschdüsen. Im Fahrzeuginneren sorgen derweil ein beheizbares Lenkrad und eine Sitzheizung für wohligen Komfort, ein Soundsystem für exzellenten Klang.

Zum Laden der Batterie bleibt so kaum noch Strom übrig. Erst recht nicht auf Kurzstrecken. Deshalb sollten Autofahrer elektrische Verbraucher mit Bedacht einschalten. Und vor allem auch wieder aus. Erst recht, wenn die Batterie schon einige Jahre alt ist und dementsprechend an Leistungsfähigkeit eingebüßt hat.

In der Fachwerkstatt der Innung des KFZ-Handwerkes „Oberlausitz“ können die Stromspeicher getestet werden. Die Messgeräte ermitteln Kapazität und Kaltstartstrom. Anschließend gibt die Technik eine Empfehlung zur Batterie-Leistung aus. Damit der Anlasser nicht irgendwann nur noch müde muckt.

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