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Starthilfe – heute noch aktuell?

Ist die Auto-Batterie leer? Dann lässt man sich Starthilfe geben. Aber ist die Stromspende bei modernen Fahrzeugen überhaupt noch zulässig?

Autos sind heutzutage rollende Computer. Diese reagieren empfindlich auf Fehlbehandlung, zum Beispiel bei Über- oder Unterspannung. Schon Funkenbildung beim An- und Abklemmen der Überbrückungskabel kann zum Verlust in den gespeicherten Programmen führen.

 

Deshalb sollte Starthilfe vorsichtig und strikt nach den Angaben des Autoherstellers gegeben werden. Ein Blick in die Bedienungsanleitung hilft.

Wichtigste Voraussetzung sind natürlich vernünftige Starthilfekabel mit griffigen Klemmen und ausreichend großem Querschnitt. 25 Quadratmillimeter sollten es schon sein, für Dieselmotoren besser 35 Quadratmillimeter. Und dann kommt es auf die Reihenfolge des Verbindens der Kabel an und noch mehr, womit.

Auch das steht in der Bedienungsanweisung: Manche Modelle haben einen separaten Pluspol extra für Starthilfe, bei anderen soll das Pluskabel direkt an die Batterie geklemmt werden. Ähnlich sieht es mit dem Massekabel aus: Auch hier gibt es je nach Fahrzeugtyp unterschiedliche Anschlusspunkte. Bei manchen Modellen muss hierzu erst die Abschlepp-Öse in den Stoßfänger geschraubt werden.

Übrigens kann es auch bei Hybrid-Fahrzeugen vorkommen, dass sie trotz ihres großen Hochvolt-Akkus mal Starthilfe benötigen. Denn die meisten Hybriden besitzen zusätzlich eine ganz normale 12-V-Batterie für Beleuchtung, Radio usw. Die dient auch zum Hochfahren des Hybridsystems, ähnlich wie eine Back-Up-Batterie im Heimcomputer.

Das Fremdstarten funktioniert hier ähnlich wie bei konventionellen Antrieben. Allerdings nur in einer Richtung, denn es ist nicht empfehlenswert, mit einem Hybridfahrzeug Starthilfe zu geben. Die kleine 12-V-Batterie ist nicht dafür ausgelegt, einen Motor anzulassen. Und beim Versuch, die fehlende Stromstärke auszugleichen, könnte das Hochvolt-System beschädigt werden.

Wer unsicher ist, sollte seine Werkstatt der Innung des KFZ-Handwerkes „Oberlausitz“ fragen. Die gibt nicht nur Starthilfe, sondern kümmert sich auch gleich um die Ursache des Batterie-Ausfalls.

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