Zehn Tipps, um Sprit zu sparen

Viele Autofahrer klagen, der Normverbrauch ihres Fahrzeuges sei praxisfremd und im Alltag unerreichbar. Dabei lassen sich nahezu alle Modelle verbrauchsgünstig bewegen. Doch wie schafft man das?

Fest steht: Das größte Spritspar-Potenzial sitzt hinter dem Lenkrad. Hier die zehn Tipps:

 

Kurzstrecken vermeiden. Jeder Kaltstart kostet so viel Sprit wie sieben Kilometer Fahrt mit warmem Motor. Deshalb kürzere Strecken lieber mit Muskelkraft zurücklegen, zu Fuß oder auf dem Rad – ist für alle gesünder.

Hohe Drehzahlen meiden. Aus unerfindlichen Gründen hält sich bei vielen Autofahrern die Furcht, den Motor bei geringen Touren zu quälen. Alles Quatsch, die optimale Drehzahl zum Hochschalten liegt bei 2000/min. Auch Anfahren klappt mit wenig Gas, nach einer Wagenlänge geht es in den Zweiten und dann immer weiter bis in den höchstmöglichen Gang. Das ist auch in der Stadt meist der vierte oder fünfte.

Zügig beschleunigen. Eine Autozeitschrift titelte vor Jahren mal: „Vollgas spart Sprit“. Das stimmt, aber nur beim Beschleunigen. Denn wer mit wenig Gas und viel Drehzahl Tempo zulegt, verbraucht mehr als jemand, der früh hochschaltet und dann beherzt aufs Gas steigt. Merke: Sprit sparen bedeutet nicht, schleichen zu müssen.

Regelmäßige Wartung. Verstopfte Luftfilter und abgebrannte Zündkerzen bremsen den Motor, für gleiche Leistung muss der Fahrer mehr Gas geben. Und beim Ölwechsel auf gutes Leichtlauföl achten, das senkt den Kraftstoffkonsum um ein paar Prozentpunkte. Wobei die meisten Autohersteller heute ohnehin nichts anderes mehr erlauben.

Reifendruck prüfen. Kaum zu glauben, aber bis zu 50 Prozent der Autos sind mit zu geringem Reifendruck unterwegs. Das erhöht nicht nur den Rollwiderstand und damit den Spritverbrauch, sondern ist im wahrsten Sinne brandgefährlich. Denn zu wenig Luft lässt den Reifen bei schneller Fahrt heiß werden, bis der Gummi sich in seine Bestandteile auflöst – der Reifen platzt.

Auto entrümpeln. Liegen immer noch drei Sack Blumenerde im Kofferraum? Raus damit, jedes Kilo muss ständig neu beschleunigt werden, das kostet den Motor Kraft, die er sich aus dem Sprit holt. Ganz übel: Dachträger. Sie steigern den Luftwiderstand und damit ebenfalls den Spritdurst.

Die richtige Geschwindigkeit. Auf Autobahnen darf man häufig so schnell fahren, wie man will. Doch bringt einen das schneller ans Ziel? Meistens nicht, denn der Verbrauch steigt bei höheren Geschwindigkeiten überproportional an und man verliert die Zeit wieder an der Tankstelle. Nicht umsonst hat sich der Gesetzgeber für Richtgeschwindigkeit 130 km/h entschieden – den besten Kompromiss zwischen Verbrauch und Vorankommen.

Versteckte Verbraucher. Alles im Auto wird vom Motor angetrieben und damit aus dem Tank gefüttert. Entweder direkt, wie die Klimaanlage oder indirekt mit Strom aus der Lichtmaschine. Die wird zwar ständig vom Motor in Gang gehalten, dies aber umso schwerer, je mehr Verbraucher eingeschaltet sind. Die größten sind Sitz- und Heckscheibenheizung – zusammen benötigen sie etwa 0,5 l/100 km.

Motor abschalten. Die meisten Autos haben heute Start-Stopp-Systeme und erledigen diese Aufgabe von selbst. Wer noch nicht so modern ausgerüstet ist, sollte zumindest vor Bahnschranken oder Baustellenampeln den Motor von Hand abschalten.

Was man sich sparen kann. Sie tauchen immer wieder auf: Spritspargeräte, die auf wundersame Weise den Verbrauch senken sollen. Sie nützen jedoch nur einem – ihrem Anbieter. Anders sieht es bei Premium-Kraftstoffen aus, die bestimmte Marken als Benzin und Diesel im Angebot haben. Sie können tatsächlich Einsparungen im niedrigen einstelligen
Prozentbereich realisieren. Dumm nur, dass ihr Mehrpreis zwischen neun und zwölf Cent pro Liter beträgt – und damit die Einsparung mehr als auffrisst.