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Mit Power auf die Piste

An alles ist gedacht: Winterreifen, Schneeketten, Frostschutz, Defrosterspray. Schnee und klirrende Kälte können kommen. Aber was ist mit der Batterie.

Ausfälle aufgrund leerer oder defekter Akkus nehmen von Jahr zu Jahr zu. Ganz klar, dass in der Kälte die Kapazität sinkt. Hinzu kommt aber noch der steigende Strombedarf vieler zusätzlicher elektrischer Verbraucher.

 

Ärgerlich, aber kein Grund zur Panik. Autofahrer können etwas für die Lebensdauer der Stromspender tun – sie pflegen, warten und mit Starthilfe unterstützen.

Tipps, damit Batterien nicht den Kältetod sterben:

Prüfen: Das kann die Meisterwerkstatt der Innung des KFZ-Handwerkes „Oberlausitz“ mit ihrem Know-how am besten. Sie checkt Spannung, Ladung und Alter. Nach drei bis vier Jahren haucht der Akku in der Regel sein Leben aus.

Erste Anzeichen: Der Anlasser dreht schwer durch und an den Polen bildet sich Grünspan. Wenn nötig, wird die Batterie geladen oder gegen eine neue getauscht.

Pflegen: Pole säubern und mit Polfett einschmieren – in der Werkstatt ist das eine Minutensache. Kriechströme an schmutzigen Polen entladen die Batterie sonst ständig, selbst beim Parken.

Auffüllen: Das Gros der Batterien ist heutzutage wartungsfrei, zu erkennen an den verschlossenen Kappen. Wo man die Stopfen aufschrauben kann, sollte regelmäßig destilliertes Wasser aufgefüllt werden – bis zur „Max“-Markierung oder bis die Zellen bedeckt sind.

Laden: Wer den Akku nach vorheriger Spannungsprüfung öfter mal für eine Nacht ans Ladegerät hängt, gibt ihm Power und verlängert sein Leben. Für Gel-Batterien ist aber nicht jedes Gerät geeignet.

Zudem dürfen leere Akkus nicht zu schnell geladen werden, sonst gehen sie kaputt. Und schließlich hat nicht jeder eine Garage und einen Stromversorger. Dass ab und an lange Touren gefahren werden sollten, versteht sich von selbst. Auf Kurzstrecken kann sich die Batterie nicht vollständig aufladen.

Schonen: Stromfresser wie elektrische Heckscheibe, Sitzheizung, Klimaanlage, Radio und Navi müssen auf dem kurzen Weg zur Kita nicht arbeiten. Die Lichtmaschine erzeugt zu wenig Energie, die Stromverbraucher ziehen sie dann aus der Batterie. Tipp: Unnötige Verbraucher ausschalten oder das Auto auf Kurzstrecken mal stehenlassen.

Starthilfe geben: Früher oder später streikt jede Batterie einmal. Autofahrer mit Starthilfekabel sind da klar im Vorteil. Zur Erinnerung: Zuerst mit dem roten Starthilfekabel die Pluspole der leeren mit der vollen Batterie verbinden. Dann das schwarze Kabel an den Minus-Pol der Spender-Batterie und an den Motorblock oder die Karosserie des Liegenbleibers klemmen. Eine kleine Bedienungsanleitung im Handschuhfach schafft im Notfall Klarheit.

Auch Starthilfebooster helfen schwächelnden Batterien wieder auf die Sprünge. Sie machen aber nur Sinn, wenn auch sie regelmäßig geladen werden und abends möglichst im Warmen lagern. Im kalten Auto macht die mobile Batterie ebenso schlapp wie der Akku selbst.

Gegen die Bildung von Bleisulfatkristallen in der Batterie kämpfen sogenannte Pulser. An den Akku geklemmt simulieren sie mit kleinen hochfrequenten Stromimpulsen das ständige Laden und Entladen. Ein Fall für Autos, die selten bewegt werden.

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