Parkrempler kann Assistenten irritieren

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in Parkrempler kann die Sensorik eines Abstands- Tempomaten beschädigen. Quelle: ProMotor/Timo Volz.

In modernen Fahrzeugen sind Spurhalte-Assistenten, Spurverlassenswarner und auch Abstandsregeltempomaten inzwischen weit verbreitet.

Damit sie ihre anspruchsvolle Aufgabe perfekt erledigen können, müssen auch die Randbedingungen stimmen.

So kann der Zustand der Scheibenwischer Auswirkungen auf die Arbeitsbereitschaft der Assistenten haben.

Denn die meisten Spurhalte-Helfer und teilweise auch Abstandswarner beziehen ihre Informationen aus einer oder mehreren Kameras, die hinter der Frontscheibe im Bereich des Innenspiegels sitzen.

Schmieren die Wischer, sehen auch die Kameras nichts mehr und der Assistent macht Feierabend.

Wie es weiter vorn auf der Straße aussieht, ermittelt der Abstands-Tempomat mit Hilfe eines Radar-Sensors. Heutige Systeme arbeiten bis in den Bereich von 250 km/h, müssen also mehrere hundert Meter vorausschauen und dabei große Geschwindigkeitsunterschiede zwischen langsamen LKW und schnellen PKW auf den einzelnen Fahrspuren einkalkulieren.

Das funktioniert aber nur, wenn der Radarsensor und auch die Kameras exakt in Richtung der so genannten Fahrachse des Autos „sehen“. Schon nach einem Parkrempler kann die meist im Kühlergrill eingebaute Sensorik Schaden erleiden und muss in der Fachwerkstatt neu justiert werden.

Selbst Verschleiß im Fahrwerk kann zu Fehlfunktionen führen. Wenn beispielsweise bei Geradeausfahrt das Lenkrad nur ein wenig schief steht, ist dies ein Zeichen für eine verstellte Achsgeometrie und damit eine verschobene Fahrachse des Autos.

In diesem Fall muss die Werkstatt zunächst die verschlissenen Teile im Fahrwerk erneuern, dann eine Achsvermessung durchführen und anschließend die Assistenzsysteme neu kalibrieren. Nur dann arbeiten sie zuverlässig.