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Die Tücken des Herbstes: Nebel, Glätte, Wild, Sturm

So tickt der Herbst: Nach der Hitze kommen die Stürme, nasses Laub macht die Fahrbahn zur Rutschbahn, das Wild wird wild und Erntemaschinen drehen ihre letzten Runden. Die Zeitumstellung macht die Sache nicht einfacher – Autofahrer kehren im Dunkeln heim.

Regelmäßig meldet das Statistische Bundesamt von September bis Dezember die meisten Unfälle im Jahr. Diese negative Bilanz können nur noch Mai und Juni toppen.

Jeder sollte die Tücken des Herbstes kennen und sich darauf einstellen. Oberstes Gebot: vorausschauend und bremsbereit fahren, runter vom Gas, Sicherheitsabstand erhöhen.

Wie aus dem Nichts taucht in den Morgen- und Abendstunden eine Nebelbank auf. Der Fahrer fährt blind, es kracht. Im vergangenen Jahr kam es so zu 242 Unfällen mit Personenschaden, 23 Menschen verloren dabei ihr Leben.

 

Sehen und gesehen werden lautet die Ansage. Abblendlicht einschalten, das Tagfahrlicht leuchtet nur nach vorn. Sinkt die Sichtweite unter 50 Meter, darf die Nebelschlussleuchte strahlen. Orientierung geben die Leitpfosten im Abstand von 50 Metern am Straßenrand.

Sichtbarkeit garantieren auch ein sauberes Auto und funktionierende, korrekt eingestellte Scheinwerfer sowie saubere Gläser.

Nasses Laub und schmierige Straße bringen Autos ins Schlingern.

In dunklen Wäldern, wo die Nässe länger hängenbleibt und in Kurven können Fahrzeuge jetzt schnell mal ausbrechen. Vorsicht bei Wetterumschwüngen: Plötzliche Kälte bringt Glatteis.

Nach dem Start gibt ein kurzer Bremstest auf freier Strecke Aufschluss über den Straßenzustand. Rattert das Pedal, greift das ABS – die Straße ist vereist.

Jetzt ist es Zeit für den Umstieg auf Winterreifen mit mindestens vier Millimetern Profiltiefe.

Reh, Wildschwein, Hirsch & Co. kreuzen Straßen auf Nahrungs- und Paarungssuche vorzugsweise in der Morgen- und Abenddämmerung auf dem Weg vom Feld in den Wald – mit teils tödlichen Folgen.

2017 meldete das Statistische Bundesamt 2.551 Unfälle durch Wild auf der Fahrbahn. Zehn Menschen kamen dabei ums Leben.

Auf Wildwechselschilder achten. Steht ein Tier am Straßenrand, heißt es: runter vom Gas, abblenden und kurz hupen. So behält es die Orientierung und wird verscheucht.

Bei Gefahr nicht ausweichen, das Lenkrad geradeaus halten und voll bremsen. Wildschäden zahlt die Teilkaskoversicherung.

Nichts nervt mehr als der Blindflug in die Abendsonne hinein. Verschmierte Scheiben erhöhen die Blendgefahr zusätzlich.

Scheiben außen und innen reinigen. Auch ein Blick auf die Wischerblätter schafft Klarheit. Verschlissene Wischer werden ausgetauscht. Die Sonnenblende hat oft keine Chance, jetzt hilft nur die Sonnenbrille.

Auch wenn andere drängeln – wer nichts sieht, muss langsamer fahren. Das gilt besonders beim Heranfahren an die Ampel. Das Argument, man war geblendet, zählt nach einem Crash später vor Gericht nicht.

Böen lauern auf Brücken, an Tunnelausfahrten oder in Waldschneisen, gefährliche Seitenwinde nach dem Überholen von Bussen oder LKW. Wohnmobile und Autos mit Dachlasten sind in stürmischen Zeiten besonders anfällig für Seitenwind.

Das Tempo nochmal drosseln, um in den Gefahrenzonen vorsichtig gegenlenken zu können. Auf Hinweisschilder und Windsäcke achten. Sie stehen nicht umsonst da.

Schäden aufgrund von heruntergefallenen Ästen oder Dachziegeln reguliert die Teilkasko – allerdings erst ab einer bestimmten Windstärke.

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